Um eine Festplatte mit dem moderneren GPT zu partitionieren, benutze gdisk anstatt fdisk (das Artix Linux Installationsmedium verwendet cfdisk).
Wähle 'o' für eine neue, leere guid partition table (GPT).
Die EFI Partition kann klein sein, sofern nur der EFI Bootloader drauf ist. Als Mindestgrösse ist 36 MByte empfohlen, da es sonst ggf. Probleme beim Erstellen des FAT32 Dateisystems gibt. Viele UEFI Systeme unterstützen vermutlich auch FAT12, welches für Disketten verwendet wurde.
Wenn mit gdisk erstellt, muss diese Partition den Typ "EF00" haben (bei fdisk "EFI System").
Falls es beim formatieren die Fehlermeldung "WARNING: Not enough clusters for a 32 bit FAT!" gibt, kann man versuchen die Clustergrösse mit -s2 -F32 oder -s1 -F32 zu verkleinern, anderenfalls kann UEFI das Dateisystem eventuell nicht lesen.
Bei der Verwendung von GRUB als Bootloader im BIOS Modus wird für diesen eine eigene Partition benötigt (wenn UEFI verwendet wird, ist das nicht notwendig). Die Grösse muss gemäss Dokumentation mindestens 32 kByte betragen, empfohlen werden 1 MiByte (bei mir belegt GRUB aktuell etwa 140 KiByte). Als Typ muss ef02 (BIOS boot partition) angegeben werden. Ferner muss diese Partition innerhalb der ersten 2 TiByte des Datenträgers liegen (am besten am Anfang).
Der Kernel und das initramfs Image können nicht auf einer verschlüsselten Partition liegen (das ist nur halb richtig; GRUB kann den Kernel und das Initramfs Image durchaus aus einem verschlüsselten Dateisystem lesen. Allerdings bietet GRUB dafür (derzeit) kein remote unlock an, sodass dies für einige meiner Systeme nicht in Frage kommt. Für ein reines Desktop System wäre es möglich). Daher habe ich den kernel und das initramfs Image in einer separaten /boot Partition. Als Grösse verwende ich 1 GiByte - damit habe ich Reserven für z.B. verschiedene Kernel Varianten.
Als Typ verwendet man 8300 (genau wie für die ebenfalls zu erstellende root Partition), da GRUB seit längerem das btrfs unterstützt, verwende ich als Dateisystem hier ebenfalls btrfs.
Bei Verwendung von btrfs als Dateisystem reicht eine einzige Partition für den ganzen Rest (für weitere Unterteilungen kann man dann Subvolumes verwenden).
Wenn das root Filesystem verschlüsselt ist, verwendet man am besten ein swapfile anstatt einer separaten Partition. So vermeidet man, einen zweiten Key eingeben zu müssen, oder swap beim booten jeweils frisch mit einem Zufallsschlüssel neu zu formatieren (riskant, wenn man z.B. mal die Partitionierung ändert - dann wird im schlimmsten Fall die Datenpartition geschreddert).
Siehe meine HOWTO für verschlüsselten Swap.