Form: oval, trichterförmig, typisches Relief
Aufbau: - Knorpelgewebe mit Haut überzogen
- Ohrläppchen ist knorpelfrei, enthält Fettgewebe
Aufgaben: - geringe Trichterwirkung (kann für die Schalldruckverhältnisse am Trommelfell
vernachlässigt werden)
- Dämpfung von Windgeräuschen
- Richtungshören vorne/hinten
Die Ohrmuschel besitzt ein typisches Relief aus Erhebungen und Vertiefungen,
Einschnitten und Vorsprüngen.
Zählen Sie alle Erhebungen und Vorsprünge auf:
Kunststoffe in der Otoplastik
Polykondensation
Bildung von Polymeren unter Abspaltung kleinerer Moleküle
(hier im Beispiel: Wasser)
Polyaddition
Bildung von Polymeren ohne Abspaltung kleinerer Moleküle
Wird beides als Abformmasse verwendet, polyadditionsvernetzende
Massen sind teurer, aber besser, weil sie weniger schrumpfen.
Kondensationsvernetzendes Abformmaterial
Additionsvernetzendes Abformmaterial
Komponenten
Blah
Gluk
Mischungsverhältnis
20 Monomer : 1 Katalysator
1:1
Schrumpfung
0,1-2%, durchschittlich 1%
(abhängig vom Füllstoffgehalt)
unter 0,1%
Katalysator
organische Zinnverbindung
(hautreizend)
Platinverbindung
(nicht reizend>
B2:OP:1999-05-18
Kunststoffe in der Otoplastik
Polykondensation
R R
| |
H - O - Si - O - H H - O - Si - O - H (Monomer)
für jedes Ohr einen "eigenen" Trichter verwenden (Hygiene)
Nicht an die Gehörgangswand anstossen (-> Husten, Brechreiz)
Inspektion des Ohres
retroauriculärer Bereich (hinter der Ohrmuschel)
Hautveränderungen z.B. Rötungen, Pickel, Ekzeme
Operationsnarben
Ohrmuschel
vorhanden ?
Stellung
Gewebebeschaffenheit
Hautveränderungen
Operationsnarben
Haare, z.B. am Tragus
äusserer Gehörgang
Operationshöhlen ?
Grösse
Verlauf / Krümmungen
Cerumenmenge
Fremdkörper
Hautveränderungen
Haare
Exostosen
Trommelfell
vorhanden ?
Farbe
Lichtreflex / Stellung
Löcher (Perforation)
Paukenröhrchen
Oberflächenbeschaffenheit
Negativform - Materialien
Material
Vorteile
Nachteile
Gips
formkonstant
druckfest
Abbindung kann beschleunigt werden (dann aber Härteminderung)
kann längere Zeit unter Normalbedingungen gelagert werden
Hydrationsexpansion zwischen 0,1 und 0,2 Vol-%
Härteminderung bei beschleunigter Abbindung
nicht wiederverwertbar
leichte thermische Expansion
Mischungsverhältnis muss genau eingehalten werden
Gips ist porig - Poren müssen geschlossen werden, dass Monomer nicht mit
Gips verankert
Silikonkautschuk
einfache Portionierung und Verarbeitung
hohe Volumentreue
geringe Schrumpfung bei Vulkanisation
Negativ sofort einsatzbereit
Negativ wiederverwertbar
Für Membran-Verfahren ungeeignet
Material nicht wiederverwertbar
in Silikonlack getauchte Abformung haftet an Negativmaterial
Mischungsverhältnis genau einzuhalten
teuer
Agar-Agar
wiederverwertbar
keine Probleme bei Entnahme der
Ohrabformung
auch für Lichtpolymerisation geeignet
mögliche Fehler bei zu hohen Temperaturen (Blasenbildung, Formveränderung)
schlecht kontrollierte Abkühlfunktion
Membranverfahren nicht möglich
ungeeignet für Heisspolymerisation (Schmelzpunkt 90°C)
reisst leicht
hohe Schrumpfungsrate
Die Polymerisation
Polymerisation: Bildung von Polymeren unter Aufspaltung von Mehrfachbindungen (anm: immer ?)
Mehrere Möglichkeiten für Reaktionsstart:
UV Licht Fotopolymerisat
Lichtpolymerisat
Chemikalien, die durch Heisspolymerisat
Hitze aktiviert werden
Chemikalien, die bereits bei Kaltpolymerisat (verwendete Herr Rube zum auffüttern")
Raumtemp. aktiv sind Autopolymerisat
- verwendete Komponenten -> Mischungsverhältnis
- mechanische Festigkeit z:b. bearbeiten
- Aushärtezeit/-bedingungen
- Schrumpfung
- Hautverträglichkeit -> Restmonomer, Katalysator
Kaltpolymerisat
Komponenten
Monomerflüssigkeit (enthält u.a. Hemmstoff, der alleinige Reaktion der Monomerflüssigkeit verhindert)
Polymerpulver (zum Verringern der Polymerisationsschrumpfung; Monomer alleine hätte 24% Schrumpfung)
Mischungsverhältnis 1:2 - 1:3 (je nach Hersteller)
Schrumpfung
bei richtigem Mischungsverhältnis ca 6%, bei hohem Monomeranteil höher
Katalysatoren
z.T. Amine, z.T. Barbiturathärter, beide Hautreizend; z.T. Peroxide
Reaktionsbedingungen
Raumtemperatur (empfohlen jedoch 50°C zur Verringerung des Restmonomergehalts)
Druck ca 2 bar (zur Erhöhung der Siedetemperatur des Monomers)
ca 15-20 min
Restmonomergehalt
0.7% - 7%, abhängig von Mischungsverhältnis und Reaktionstemperatur
mechanische Festigkeit beim fräsen
"eher weich"
Heisspolymerisat
Komponenten
Schrumpfung
bei allseitigem Druck: 6% auf die gesamte Rohlingsfläche verteilt
Membranverfahren: 6%, verlagert in den Bereich der abgefräst wird
Katalysatoren
entweder ohne, oder mit Peroxiden
Reaktionsbedingungen
Im Wasserbad: T=90°C, Druck=2-8bar, Zeit=30min bis mehrere Stunden
In der Mikrowelle: Leistung=?, Druck=2-8bar, Zeit=3-7 Minuten
Restmonomergehalt
Durchschnittlich 0.8%
mechanische Festigkeit beim fräsen
"eher hart"
Lichtpolymerisat
Komponenten
Mischung aus Durethan-Acrylat (sehr zähfliessend !)
als "Lösungsmittel" Methylmethacrylat-Monomer
Schrumpfung
rund 2%
Katalysatoren
UV-Licht
Reaktionsbedingungen
transparente Negativform notwendig !
Zeit: 5-15 Minuten, abhängig von Material (transparent, gefärbt) und Leistung
(nimmt mit Alter ab !) der UV-Lampen.